Sternlauf zum Weltfinale der Leichtathletik

Sternlauf zum Weltfinale der Leichtathletik

Sowas kann man sich nicht entgehen lassen. Ein Lauf von unserem Örtchen Leonberg nach Stuttgart, dort ins Stadion einlaufen und das dort zum letzten Mal in Stuttgart ausgetragene Weltfinale der Leichtathletik zu sehen. Denn das Stadion wird umgebaut und kann in Zukunft nicht mehr für die Leichtathletik genutzt werden.
Erst aber zum Anfang und es begann so…..Ich bekam einen Link zum Sternlauf zum Weltfinale und es hörte sich spannend an, denn es sollte von 7 verschiedenen Städten aus gestartet werden und nach Stuttgart gelaufen werden, dort sollte man sich dann treffen und ins Stadion einlaufen, anschließend konnte man sich das Finale ansehen…umsonst natürlich.
Ich überlegte nicht lange und meldete mich an. 24 km von Leonberg über Ditzingen und Weilimdorf und das alles ohne Startgebühr? Ein idealer Trainigslauf für meinen Marathon in München.
8:45 h war Treffpunkt am TSG, dort wurde unser Gepäck (Duschzeug und Klamotten zum Unziehen) in ein Transporter verladen, in dem es auch Flaschen mit Wasser gab wo man sich bedienen durfte.
Mit einem offiziellen Startschuß wurden wir dann auf die Strecke geschickt. Es war sonnig aber eisekalt, die meisten Langärmelig ich aber leider kurz, aber zum Glück mit Weste. Wir liefen in langsamem Tempo nach Ditzingen wo wir Halt machten und die nächste Truppe zum weiterlaufen abholten. Erst 30 Männer/Frauen kamen in Ditzingen nochmal 90 dazu, so daß wir 120 waren. Auch hier wurden wir mit Wasser aus dem Lieferwagen versorgt. Wir wurden kurz von unserem Vorläufer über die Strecke informiert und schon ging es fröhlich weiter. In 4 km Entfernung kam der nächste Stopp in Weilimdorf wo wir die letzte Truppe abholten, wieder gab es Wasser und immer war ein Rettungswagen in unserer Nähe für die, denen es nicht gut ging. War aber keiner dabei der schlapp gemacht hatte oder der Hilfe brauchte. Nun ging es ab in den Wald, eine herrliche Strecke die ich mir unbedingt merken muss, dann raus durch ein Städtchen, welches ich nur vermuten kann was es sein könnte. Jetzt wurde es anspruchsvoll, denn es ging eine Weile schwer Bergauf. Unseren Vorläufer liesen die meisten hinter sich, denn er war uns zu langsam. Ausgerichtet auf 6 min/km für die langsamen Läufer lief er konstant dieses Tempo worüber ich dann auch sehr Froh war, denn ich entfernte mich nie weit von ihm auch wenn es mir schwer fiel. Oben auf der Höhe wartete schon der Lieferwagen mit Wasser und es wurde kurz pausiert, dann ging es nochmal sehr steil den Berg hoch zum Höhenpark Killesberg. Durch den schönen Park hindurch wo wir eine nette Attraktion darstellten. 120 Läufer auf einen Haufen sieht man ja nicht oft. Nun überquerten wir eine Brücke und gelangten so in den Rosensteinpark wo wir zwei Afrikaner laufen sahen…aha die machen sich warm für’s Finale. Wir feuerten die Beiden an und es war ihnen sichtlich unangenehm. Angespornt durch die Beiden liefen wir leichten Fußes weiter. An einem Museum mit Treppe hielten wir für ein Gruppenfoto und machten uns weiter auf den Weg, es war nicht mehr weit. Den Berg runter auf dem Parallelweg lief eine andere Gruppe, wir vermuteten die aus Sindelfingen und wir winkten uns fröhlich zu. Leider trennten uns, unsere Wege, wäre nett gewesen mit ihnen zu laufen.
Vorbei am Wasen war dann unsere letzte Wassertrinkstation und bald darauf waren wir am Stadion. Mein Herz schlug höher, wir liefen unter Jubel ein. Der Stadionsprecher kündigte uns an und wir durften eine halbe Runde auf der Bahn drehen und in die Zuschauermenge winken….ein wahnsinns Gefühl. Mir kamen die Tränen. Dann war es auch schon vorbei, wir wurden Richtung Ausgang gedrängt wo wir Wasser und unser Sternlauf T-Shirt bekamen. Draußen traf ich Katrin die mit mir das Finale ansehen wollte. Sie war in Tränen aufgelöst, war sie doch allein zum Stadion gekommen und sollte sich mit dem Gutschein den ich bekommen hatte ein Karte kaufen. Hatte alles soweit auch gut geklappt, nur war die Karte für die falsche Kurve. Nachdem ich mein Gepäck am Lieferwagen abgeholt hatte, machte ich mich auf den Weg die Karte umzutauschen, aber das war kein Problem denn mit der Karte durft man die Kurven wechseln wie man wollte. Toll. Schnell zum duschen und dann ab zum Weltfinale. Aufgeregt saßen wir da uns sahen den Stabhochspringern zu und klatschten und jubelten. Besonders einen deutschen Springer feuerten wir an. Leider schied der auf dem 4. Platz aus, kam aber in unsere Kurve zu den Zuschauern raus, dort saß kurz vor uns seine Familie und Katrin ließ sich von ihm ihre Eintrittskarte unterschreiben. Wahnsinn..wir waren tierisch aufgeregt. Das Finale ging langsam dem Ende zu und alle Sternläufer wurden gebeten in ihren T-Shirts nochmal eine halbe Runde auf der Bahn einzulaufen und sich auf dem Rasen aufzustellen. Von der anderen Seite liefen die Kinder der Kinderlaufstaffel ein und standen dann vor uns auf dem Rasen. Mit einem lauten Knall wurden goldene Bänder in die Luft geschossen und dann war auch das zu Ende und wir durften zurück. Es war ein überwältigendes Erlebnis und noch jetzt steigen mir die Tränen der Aufregung in die Augen wenn ich daran denke. Ich holte dann Katrin die auch ganz aufgeregt ihre Mutter dort unten beobachtet hatte und wir gingen zur S-Bahn wo wir dann nach Hause fuhren.
Ich bin Froh diesen Lauf mitgemacht zu haben, denn der Tag war wunderschön und ich werde noch lange daran zurückdenken.

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